Ich sehn' mich so nach einem Land der Ruhe und Geborgenheit Ich glaub', ich hab's einmal gekannt,als ich den Sternenhimmel weit und klar vor meinen Augen sah, unendlich großes Weltenall. Und etwas dann mit mir geschah: Ich ahnte, spürte auf einmal,daß alles: Sterne, Berg und Tal, ob ferne Länder, fremdes Volk, sei es der Mond, sei's Sonnnenstrahl, daß Regen, Schnee und jede Wolk, daß all das in mir drin ich find, verkleinert, einmalig und schön Ich muß gar nicht zu jedem hin, ich spür das Schwingen, spür die Tön' ein's jeden Dinges, nah und fern, wenn ich mich öffne und werd' still in Ehrfurcht vor dem großen Herrn, der all dies schuf und halten will. Ich glaube, daß war der Moment, den sicher jeder von euch kennt,
in dem der Mensch zur Lieb' bereit: Ich glaub, da ist Weihnachten nicht weit! (H.Hesse)

Es treibt der Wind im Winterwalde die Flockenherde wie ein Hirtin dem der Mensch zur Lieb' bereit: Ich glaub, da ist Weihnachten nicht weit! (H.Hesse)
und manche Tanne ahnt wie balde sie fromm und lichterheilig wird.
Und lauscht hinaus: den weißen Wegen streckt sie die Zweige hin - bereit
und wehrt dem Wind und wächst entgegen der einen Nacht der Herrlichkeit. (R.M.Rilke)
Markt und Straßen stehn verlassen, still erleuchtet jedes Haus, sinnend geh ich durch die Gassen, Alles sieht so festlich aus.
An den Fenstern haben Frauen buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen, sind so wunderstill beglückt.
Und ich wandre aus den Mauern bis hinaus ins freie Feld,
hehres Glänzen, heilges Schauern! Wie so weit und still die Welt!
Sterne hoch die Kreise schlingen, aus des Schnees Einsamkeit
Steigts wie wunderbares Singen: O du gnadenreiche Zeit! (J. v. Eichendorff)
Ach wie wäre es doch schön auf eine Schlittenfahrt zu gehen
Durch Schneegestöber warm verpackt geht die Winterreise ab.
Rote Nase, kalte Stirn, allmählich unsere Füße friern,
die Hände sind vor Kälte steif zum umkehren sind wir nicht bereit.
Die Pferde schnaufen voller Wonne fahren durch die Wintersonne,
ziehen durch den Zuckerwald und machen erst am Abend halt.
Und immer wenn es schneit, ist Schlittenfahrenzeit,
dann fahren wir durch die weiße Pracht am Tag und in der Nacht.
(Heidrun-Auro Brenjo)
Auf den eisbedeckten Scheiben fängt im Morgensonnenlichte
Blum und Scholle an zu treiben...
Löst in diamantnen Tränen ihren Frost und ihre Dichte,
rinnt herab in Perlensträhnen...
Herz, o Herz, nach langem Wähnen laß auch deines Glücks Geschichte
diamantne Tränen schreiben! (Christian Morgenstern)
Als ich schläfrig heut erwachte und es war die Kirchenzeit hörte ich’s am Glockenschlage, dass es über Nacht geschneit.Als ich froh die Läden aufstieß, trug die Welt ein weißes Kleid, meine ganze Seele wurde glänzend weiß und hell und weit. Denn in meinem hellen Zimmer klang so hell der Glockenschlag,
dass ich schon im Traume wusste: heute wird ein heller Tag.
(B. Freiherr v. Münchhausen)
Schon von weitem hört man’s stampfen, tief die Spur der Schlittenkufen.
Hell die Glöckchen, wie sie rufen, seht die Rösser, wie sie dampfen.
Vorn am Schlitten zieh’n zwei Schimmel, durch die Auen und die Wälder,
ganz verschneit, so wie die Felder, doch die Sonne lacht am Himmel.
Schnee der knirscht und Rehe lauschen, gut verpackt fahr ich heut Schlitten,
ja man braucht mich nicht zu bitten, heut möcht ich mit keinem tauschen.
(Uwe Walter)
Willkommen, lieber Winter, Willkommen hier zu Land! Wie reich du bist, mitPerlen spielst du, als wär' es Sand! Den Hof, des Gartens Wege hast du damit bestreut; Sie an der Bäume Zweige zu Tausenden gereiht. Dein Odem, lieber Winter, ist kälter, doch gesund; Den Sturm nur halt' im Zaume, sonst macht er es zu bunt! (Elisabeth Kulmann)
Es gibt so wunderweiße Nächte, drin alle Dinge Silber sind.
Da schimmert mancher Stern so lind, als ob er fromme Hirten brächte
zu einem neuen Jesuskind. Weit wie mit dichtem Demantstaube
bestreut, erscheinen Flur und Flut, und in die Herzen, traumgemut,
steigt ein kapellenloser Glaube, der leise seine Wunder tut. (R. M. Rilke)
Und mit "Father Christmas" im Pferdeschlitten möchte ich den heutigen Eintrag im Blog beenden. Ich wünsche Euch und Euren Familien eine Vorweihnachtswoche der Besinnlichkeit!
Liebe Grüsse
Eure Gini
= Der Blick der immer ins Auge geht = ins Kameraauge =
Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge... und hier habe ich sehr viele kleine Dinge gesehen die mir sehr gefallen haben.Hab die Tüte gar nicht gefunden;-) Liebe Grüße Tommy
AntwortenLöschenDanke Gini, für eine kleine Reise... :-)
AntwortenLöschenDanke Euch zwei Lieben für Eure netten Kommentare... ich schick Euch doch immer wieder gern auf die Reise...!!!
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